13. Weihnachtslauf Mondorf am 02.12.2007

Bericht Sigurt Bericht Bernd Fotos in Bildergalerie

Sigurt

13. Mondorfer Weihnachtslauf wartet mit erneutem Rekord auf
nach oben

Auch in diesem Jahr hätte ich gerne am Mondorfer Weihnachtslauf teilgenommen, doch aufgrund des unzweifelhaft bestehenden Trainingsrückstandes, bedingt durch die zehnwöchige Nachtarbeit bei DHL (gottlob mittlerweile beendet), entschloss ich mich nur als Chronist bzw. Fotograf in Erscheinung zu treten. Mit dem Auto angereist, sollte mich das Mountainbike flexibel genug machen, um von verschiedenen Punkten aus Fotos zu „schießen“.

Dass sich die Veranstaltung steigender Beliebtheit erfreut, mag man daran ablesen, dass erneut ein Melderekord verzeichnet wurde. Sprach man von Seiten des Veranstalters TuS Mondorf von 1.288+x Teilnehmern, tauchen in allen Ergebnislisten zusammen genommen allerdings „nur“ 1.085 auf. Allein für den Hauptlauf waren über 620 Aktive gemeldet. Von der LLG vorangemeldet waren – alle für den Hauptlauf - Anne, Bernd, Uschi und Wolfgang, vor dem Meldebüro stieß ich noch auf Burkhard. Da sich Anne kurzfristig entschloss, von der Langstrecke auf halbe Distanz zu wechseln, entging sie mir leider fototechnisch.

Im Vorfeld jeden Laufes bot „in-joy“ den Teilnehmern ein rund fünfminütiges Aufwärmtraining an, was angesichts der kühlen Witterung dankbar angenommen wurde. Dabei versuchte die „Vorturnerin“ aber auch jeden mit teilweise höchst persönlicher Ansprache (na komm, auch Du mit der Nummer 08/15, oder brauchst Du das nicht?) zu motivieren. Vor allem die Jüngsten waren davon begeistert. Auch die `Großen´ machten gerne mit, wenngleich sich die meisten von ihnen bereits im Vorfeld schon selbst aufgewärmt hatten.

Von Anne ist mir leider nur ihre Platzierung bekannt. Mit einer Zeit von 27:32 erlief sie auf der 4.800 m-Schleife den 86. Platz der Gesamtwertung von 169 Teilnehmern. Damit wird sie als 5. ihres Jahrgangs und als 20. Frau in die Geschichte des 13. Mondorfer Weihnachtslaufs 2007 eingehen.

Der Pulk des Hauptlaufs - immerhin über sechshundert Aktive, und damit so viele wie nie zuvor - benötigte eine gehörige Zeit, bis auch der Letzte sein Rennen durch den Zielbogen aufnehmen konnte. Da hatten die Führenden ihre Einführungsrunde „um den Weihnachtsmarkt“, was eigentlich ein Teil des Rückweges entlang des Rheins, vorbei an zwei kleinen Werften und diversen Häusern sowie ein Durchlaufen der Zielgeraden ist, schon fast absolviert. Erwartungsgemäß hielten sich Burkhard und Bernd weit vorne in der Führungsgruppe. Nachdem auch Uschi als letzte des LLG-Quartetts an mir vorbei war, musste ich mich nun aber sputen, wollte ich auch Bilder von anderen Stellen machen. Kaum hatte ich jene Stelle erreicht, an der die Läufer zunächst über die Wiese auf der inneren Deichsole Richtung Wendemarke laufen, sah ich die Spitze bereits auf dem Deich zurück kommen. Zu diesem Zeitpunkt waren die letzten Läufer auf dem Weg zur Wende noch nicht auf der Wiese hinter dem Deich.

Burkhard und Bernd lieferten sich in der leicht auseinander gezogenen Führungsgruppe einen `heißen´ Fight mit den anderen Läufern. Aber der Weg war an dieser Stelle noch lang, erst rund die Hälfte lag hinter ihnen. Nachdem ich wiederum Wolfgang und Uschi abgepasst hatte, musste ich mich nun sputen, um rechtzeitig in den Bereich vor Start und Ziel kommen. Mit dem MTB war das aber kein größeres Problem, konnte ich doch durch das Feld flitzen. Uschi schien das Ganze ziemlich locker zu nehmen, auch wenn sie ein wenig geschafft wirkte.

Von meinem Standort im Kurvenbereich vor dem Ziel wartete ich auf die LLGler. Äußerst spannend ging es an der Spitze zu, lieferten sich zwei Kameraden doch bis zum letzten Meter einen erbitterten Fight um den Sieg. Da beide wohl gleichauf lagen, wurden sie zu zeitgleichen Siegern erklärt. Als erster LLGler tauchte Burkhard auf, Bernd folgte ihm mit nicht ganz einer Minute Rückstand. Im Ziel lagen sie knapp 40 Sekunden auseinander, was Burkhard mit 36:41 den zwölften, und Bernd mit 37:23 den 16. Platz in der Gesamtwertung einbrachte.

Erwartungsgemäß stellte Wolfgang einen Rekord auf: Nahezu klar, dass er wieder einmal ältester Teilnehmer des Hauptlaufs überhaupt war. Aber nicht nur das. Mit seiner Zeit von 46:12 ließ er fast alle anderen Läufer des Bereichs „Ruheständler“ weit hinter sich. Lediglich zwei „Jungspunde“ der M60 konnten sich vor ihm platzieren, einer als 117. genau vor ihm. Die männliche Konkurrenz der M70 kamen nicht vor Rang 253, die M65er nicht vor Platz 251 ins Ziel, die M60 ab Rang 141. Gratulation Wolfgang - auch wenn Du das, weil in dieser Altersgruppe gewissermaßen einmalig – lange schon gewohnt bist!

Bei ihrer ersten Teilnahme für die LLG erkämpfte sich Uschi in 1:03,04 einen immerhin beachtlichen 532. Platz in der Gesamtwertung. Ließ sie damit doch fast 100 Mit-Läufer hinter sich. (za)

 

Kurzbericht von Bernd Nitsche
nach oben

Fünf Athleten unserer Trainingsgruppe stellten sich in Mondorf den widrigen Wetterbedingungen und der zahlreichen Konkurrenz. Allein im Hauptlauf über 10 km kamen 662 Läufer ins Ziel. Bei diesem Wust an sportlich gekleideten Menschen fanden wir in den engen Straßen von Mondorf nur kurz Gelegenheit Uschi Günther mit familiärer Fangemeinde zu begrüßen.

Kurz vor dem Start gesellte sich Burkhard Lennartz zu mir in die zweite Startreihe. Zum Glück hatte sich die vom Veranstalter engagierte, lautstarke Animateurin schon an den Startern der 4,8 km kurzen Laufstrecke ausgetobt, so dass wir uns voll auf den hektischen Start auf der engen Straße konzentrieren konnten. Wie nicht anders zu erwarten ging es sehr flott los. Ich denke, Burkhard passierte die 5 km-Marke unter 18 Min und ich in 18:22. Einen kurzen Moment konnte ich von der 36er Zeit träumen, doch einen Kilometer später hatte ich mich schon mit einer 37er Endzeit abgefunden, der Wind war einfach zu heftig. Kurz nach dem Wendepunkt sichteten wir endlich auch Wolfgang Koppatsch, der noch ein letztes Mal den Windschatten des Deiches nutzte um Tempo zu bolzen. Bei mir lagen die Kilometerabschnitte zwischen 3:30 und 4:00, je nach Wind und Laune sich noch mal zu quälen. Es war also eher ein Intervalltraining, das ich in dieser Intensität schon seit ein paar Jährchen nicht mehr gelaufen bin.

Meine Anne hatte sich kurzfristig auf die kurze Distanz umgemeldet, die Auswirkungen der Reise nach Malaysia, Kambodscha und Thailand sowie die anschließenden Impfungen nach einem Affenbiss (Sie versuchte diesen intelligenten
Primaten zu überlisten der einem Touristen die Einkaufstasche entrissen hatte. Wir sollten unsere nächsten Verwandten halt nicht unterschätzen) waren noch nicht überwunden. Anne war zwar nicht ganz glücklich über ihre momentane Leistungsfähigkeit genoss aber zumindest die großzügigen Platzverhältnisse bei „nur“ 172 Teilnehmern im Kurzstreckenlauf. Nach dem Zieleinlauf können es sich die Teilnehmer recht gut gehen lassen in Mondorf. Neben warmem
Tee werden Bananen und kalte Getränke gereicht. Insgesamt eine gut organisierte, gelungene Veranstaltung.

nach oben